Das Bildz eigt einen Blick auf den Verkaufstresen im Hofcafé

Echte Landeier

Das bild zeigt den Hofladen von außenWer sich stärken, seinen Ausflug in die Heide mit einem Einkauf verbinden und etwas über moderne Landwirtschaft erfahren möchte, der ist auf dem „Cassenshof“ in Inzmühlen (Handeloh) genau richtig. Neben mehreren Sorten selbstgebackenen Kuchen und Torten werden verschiedene Frühstücksvariationen angeboten. Im Hofladen werden eigene sowie Erzeugnisse von befreundeten Produzenten verkauft. Der Erlebnishof bietet Landwirtschaft zum Anfassen und Kinder können sich auf dem Abenteuerspielplatz austoben.

Landwirtschaft als Jahrhunderte lange Familientradition

Das Bild zeigt einen Holztisch mit Frühstücksgeschirr und einer Heidepflanze Eigentlich ist der „Cassenshof“ eine kleine Welt für sich. Das gemütliche kleine Café lädt zum Verweilen ein, im Sommer sind im Außenbereich verschiedene Inseln mit Tischen und Stühlen eingerichtet, der Hofladen bietet neben landwirtschaftlichen Erzeugnissen Pflanzen und Dekoratives, Geschirr, Servietten, Heidschnucken aus unterschiedlichen Materialien, Kochbücher und vieles mehr. Den Hühnern darf zugesehen – und sie dürfen auch gefüttert werden. Mit hauseigenem Futter, das im Laden verkauft wird. Zwischen Haupthaus und den Geflügelställen, bzw. Wiesen plätschert die Seeve gemütlich Das Bild zeigt einen Blick in das Hofcafévor sich hin, eine Bank lädt auch hier zum Verweilen ein. Der Hof liegt im Naturschutzpark Lüneburger Heide und Familie Voss, die den „Cassenshof“ betreibt, nennt 87 ha Wald ihr Eigen. Dabei handelt es sich laut Webseite des „Cassenshofs“ „um einen Mischwald aus Kiefern, Buchen und Eichen mit reichem Wildvorkommen. Wildspezialitäten aus eigener Jagd bieten wir Ihnen in unserem Hofladen an: Nach Saison und Jagdglück Reh, Wildschwein und Hirsch.“

Demnach geht „die erste urkundliche Erwähnung des Cassenshofes in Inzmühlen auf das Jahr 1400 zurück. Der Name Cassenshof rührt Das Bild zeigt den Verkaufsraum mit Gemüse und Kühlschrankdaher, dass 1616 ein Hof in Inzmühlen zwischen zwei Brüdern aufgeteilt wurde, Carsten und Jochen. Daraus entstanden der Cassenshof und der Jobenshof.

Der Nachname der Familie hat sich im Laufe der Generationen immer mal wieder geändert. Für uns ein Zeichen dafür, dass starke Frauen den Betrieb übernommen haben.“

Zweigstellen wurden errichtet

Das Bild zeigt einen Korb mit Kartoffeln im Verlaufsraum und Kartoffeln in Papiertüten, zum Verkauf abgepacktAktuell ist der Hof ein Familienbetrieb, in dem vier Generationen mittun, getreu der alten Familientradition mehr Frauen als Männer. Da die Familienmitglieder den weitverzweigten Betrieb trotzdem nicht allein bewirtschaften können, gehen ihnen etwa 50 Angestellte zur Hand. Mittlerweile gibt es „Zweigstellen“ in der Nähe von Wolfenbüttel und in Friesland. In Inzmühlen werden Bio-Kartoffeln und Bio-Spargel angebaut, außerdem Geflügel gezüchtet. Hühner, die viel Platz, gutes Futter und gute Pflege mit schmackhaften Landeiern danken sowie Gänse, deren Tage allerdings gezählt sind, denn sie sind für das Weihnachtsgeschäft gedacht.

Erlebnishof für Kinder

Das Bild zeigt den Spielplatz„Hier spielen Kinder“ steht auf der Warntafel an der Einfahrt zum Hof. Oh, ja, und wie: Die lieben Kleinen erwartet ein ganzes Kinderparadies auf dem Hof. Abgesehen von den Tieren und Landwirtschaft zum Anfassen, gibt es einen großen Spielplatz mit vielen Geräten, die meisten aus Holz. Außerdem die „Villa Kunterbunt“, die jedoch nicht immer geöffnet hat, eine Kochecke, und ganz viel Platz zum toben.

Barrierefreiheit:

Der Hof ist komplett stufenlos, allerdings sind sowohl in der Ein- als auch der Ausgangstür kleine Kanten. Das Gelände direkt am Hof ist eben und befestigt.

Das Bild zeigt die Kante in der TürDer Heide-Shuttle-Bus (Ring 3) hält direkt vor der Haustür. Der Hof liegt etwa 1 km vom barrierefreien Bahnhof Handeloh entfernt, der vom Heidesprinter Erixx angefahren wird. Von und nach Handeloh fahren auch Busse, allerdings nur während der Schulzeit. Wer einen Besuch auf dem „Cassenshof“ plant, sollte sich direkt beim HVV-Schalter beraten lassen, der Onlineservice zeigt diese Buslinien leider nicht an, obwohl sie zum HVV-Netz gehören. Alle Busse sind Niederflurbusse.

Toiletten:

Das Gäste-WC ist stufenlos erreichbar, allerdings sind die Kabinen zu schmal, beispielsweise um mit einem Rollstuhl darin zu rangieren. Ein Behinderten-WC gibt es nicht.

Text und Fotos: Birgit Gärtner