Das bild zeigt den Eingagn zur öffentliche Toilette in der Mönckebergstraße, die im Keller liegt

Öffentliche Toiletten in Hamburg

Das Bild zeigt das Schild zum Behinderten-WC und zum WickeltischVermutlich kennen Sie das: Sie sind unterwegs und müssen mal – auf das berühmte stille Örtchen. Doch weit und breit ist keine Toilette in Sicht, oder zur nächsten  verfügbaren Toilette führt eine Treppe. Das ist in vielen Restaurants so, aber teilweise auch bei öffentlichen Toiletten, beispielsweise in der Mönckebergstraße. Das stille Örtchen wird dadurch oftmals zum unerreichbaren Örtchen.

Toiletten sind ein großes Problem. Nicht nur zu Zeiten von Corona-Beschränkungen, sondern grundsätzlich. Und auch nicht nur für Menschen mit Handicap. Die Mobilität vieler Menschen hängt davon ab, dass eine Toilette erreichbar ist. Gewöhnlich verfügen die Einkaufszentren, die großen Kaufhäuser, Restaurants und viele Cafés über öffentlich zugängliche Toiletten. Die Zentren und Kaufhäuser meistens auch über Behinderten-WCs. Wer jetzt die Toilette in einem Kaufhaus nutzen will, muss jetzt vielleicht am Eingang in der Schlange anstehen, mancherorts sind Toiletten derzeit aus hygienischen Gründen geschlossen, z. B. auf den Fähren des HVV. Restaurants sind z. T. immer noch geschlossen, manche haben den Lockdown auch nicht überlebt und werden auch nicht wieder öffnen, wer eine Toilette in einem Restaurant nutzen will, muss eventuell die Kontaktdaten angeben. Behinderten-WCs sind sowieso Mangelware, nur vergleichsweise wenige öffentliche Toiletten in Hamburg sind Das Bild zeigt die E-Bike-Ladestationbarrierefrei, wenngleich die Stadt das Angebot kontinuierlich ausbaut. Einige der neuen Toilettenhäuschen sind zudem mit einer E-Bike-Ladestation ausgestattet.

Die aktuell sehr strengen Hygiene-Beschränkungen engen das Angebot zusätzlich ein. Fast wäre auch die öffentliche Toilette am Fischmarkt dem zum Opfer gefallen, denn der Gang zu den Toiletten ist genau 1,50 m breit. Das reicht nicht aus für den vorgeschriebenen Abstand zwischen zwei Personen, sofern sich diese auf dem Weg zur, bzw. von der Toilette begegnen. Da diese Toilette jedoch die einzige öffentlich zugängliche weit und breit ist, zudem die Toiletten auf den HVV-Fähren immer noch vorsorglich geschlossen sind, darf sie trotzdem geöffnet bleiben. Die Betreiber hat strikte Anweisung, strengstens darauf zu achten, dass die Nutzerinnen und Nutzer sich auf dem Gang sich nicht zu nah kommen, sprich den Corona-Abstand von mindestens 1,50 m zwischen den Personen so gut als möglich einzuhalten.

Das Bild zeigt das Hinweisschild zum nicht nutzbaren Behinderten-WC am Fischmarkt bMancherorts sind auch Toiletten ausgeschildert, doch diese Toiletten führen ins Nirwana. So weist ein entsprechendes Schild am Fischmarkt ein Behinderten-WC aus, doch da ist gar keins. Zumindest keines, das in Betrieb wäre. Die Tür ist verschlossen und auch nicht mit dem Euro-Schlüssel zu öffnen.

Ein Tipp: Alle großen Einkaufszentren verfügen über öffentlich zugängliche Toiletten, die meisten auch über Behinderten-WCs, das „City Center Bergedorf“ (CCB) sogar über zwei, die von beiden Eingängen aus ebenerdig erreichbar sind. Spezielle Auskünfte zum konkreten Einkaufszentrum Ihrer Wahl erhalten Sie auf der jeweiligen Webseite.

Unterstützung bei der Suche nach dem nächst gelegenen stillen Örtchen bietet die jeweilige Toiletten-App der Behörde sowie der Stadtreinigung. Dort erfahren Sie auch, ob es sich um ein für Sie erreichbares oder unerreichbares Örtchen handelt.

Die Stadtreinigung hat uns freundlicherweise eine aktuelle Liste der öffentlichen Toiletten mit vielen Zusatzinformationen geschickt. Unsere Webseite bietet Informationen zu Art der Toiletten, deren Standort sowie Barrierefreiheit.

Die Toiletten der Stadtreinigung werden regelmäßig gereinigt, täglich mindestens ein Mal, einige bis zu fünf Mal pro Tag. Manche werden von Personal durchgehend betreut und den aktuellen strengen Corona bedingten Vorschriften entsprechend gereinigt. Alle öffentlichen Toiletten sind kostenpflichtig.

Text und Fotos: Birgit Gärtner