Das Bild zeigt die Elbphilharmonie von der Elbe aus

Teures Vergnügen

Das Bild zeigt die Elbphilaharmonie von außen, zu sehen ist der Aufbau auf das Klinkergebäude
Hamburg ; Elbphilharmonie Foto : Michael Zapf

War das eine schwere Geburt: Von der Vorstellung des Konzepts im Jahr 2001 über den Beschluss des Senats, die Idee auch tatsächlich umzusetzen, der Kostenexplosion, dem totalen Baustopp 2010, die Einigung unter Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) bis die jüngste Perle im Hamburger Hafen mit Konzerten am 11. Und 12. Januar 2017 tatsächlich eröffnet werden konnte. Zwischenzeitig hat wohl niemand mehr damit gerechnet, dass es wirklich noch was werden würde, mit dem versprochenen unvergleichlichen Klanggenuss. Das „Millionengrab“ Das Bild zeigt einen Blick durch ein Fenster auf den Hafen. Dieser erscheint verzerrt.schien zu größten Steuergeldverschwendung in der Geschichte der Freien- und Hansestadt zu werden: Statt ursprünglich 77 Mio. € beliefen sich die Kosten letztlich auf 886 Mio. €. Ein stolzer Preis, den wieder einzuspielen Aufgabe vieler kommender Generationen werden wird.

Doch nun ist sie da, prägt das Bild im Hamburger Hafen, beliebtes Motiv auf Postkarten und  Magnet für Einheimische und Touristinnen und Touristen aus dem In- und Ausland. Denn neben den Konzertsälen bietet die „Elphi“, wie sie liebevoll genannt wird, eine öffentlich zugängliche Plattform, die „Plaza“, mit phantastischem Blick auf den Hafen, ein Hotel sowie diverse gastronomische Einrichtungen. Allen Unkenrufen und Protesten zum Trotz, wird sie gut angenommen:

Im ersten Jahr nach der Eröffnung besuchten rund 850.000 Menschen Das Bild zeigt einen Blick auf die Elbphilharmonie von untendie über 600 Konzerte in der Elbphilharmonie, über 4,5 Millionen Schaulustige strapazierten das Leistungsvermögen der der 80 m langen und 21 m hohen Rolltreppe zur Plaza, mehr als 70.000 Menschen nahmen an Konzerthausführungen und über 60.000 am Musikvermittlungsprogramm des Hauses teil.

Die „Plaza“ ist ein öffentlich zugänglicher Platz, von dem aus die Foyers des Hotels und der Konzertsäle zugänglich sind; außerdem ein Balkon rund um das Gebäude. Die „Plaza“ ist mit etwa 188.000 roten Ziegelsteinen gepflastert, um den Vorgaben, so authentisch Speicherstadt-Look wie möglich, zu entsprechen, wurden dafür eigens Ziegel mit kleinen Fehlern angefertigt.

In den Konzertsälen wird von Liederabenden und Kinderkonzerten über Kammerkonzerte, Festivals zu speziellen Themen, Weltmusik, Jazz, Rock & Pop, bis hin zu Auftritten von Weltstars wie Anna Netrebko alles geboten. Entsprechend ist auch die Preisgestaltung für die einzelnen Darbietungen.

Das Bild zeigt ein Foyer und eine Treppe der ElbphilaharmonieBarrierefreiheit:

Die Elbphilharmonie ist in Sachen Barrierefreiheit sehr gut aufgestellt. Die genauen Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite.

Text: Birgit Gärtner; die Fotos von Iwan Baan, Maxim Schulz und Michael Zapf wurden uns von der Elbphilaharmonie zur Verfügung gestellt.