Das Bild zeigt das Restaurant von außen

Lustige Bickbeeren von frei lebenden Bauern

Das bild zeigt den Garten des RestaurantsRuhig ist es in Wilsede, gerade mal 22 Personen leben dauerhaft dort. Das gilt allerdings nicht für die Gastronomie in der Zeit der Heideblüte Ende Juli bis Mitte September: Da steppt dort der Bär. Und die Beere; genauer gesagt die Heidelbeere, auch Blau- oder Bickbeere genannt.

Weil sie im Sommer in freier Natur in Hülle und Fülle  wächst, bekommt sie einen Extra-Platz auf der Speisekarte des Restaurants. Denn laut Webseite müsste sie eigentlich den Namen „Superfood“ erhalten: „Was diese kleine Vitaminbombe so mit sich bringt, ist schon der reine Wahnsinn. Neben den Vitaminen C und E, die im Übrigen den Alterungsprozess der Haut verlangsamen können, helfen Sie bei Verdauungsproblemen. Und wer jetzt noch nicht überzeugt ist, der sollte sich über die wenigen Kalorien freuen, die so eine Bickbeere mit sich bringt.“

Das Bild zeigt einen Teller mit Fleisch und Rösti sowie ein Glas Blaubeer-LimonadeDie Sommer-Spezialität des Hauses, die leicht herbe Blaubeer-Limo erfrischt nach einer Wanderung, entweder nach Wilsede, oder von dem Kutsche-Halteplatz zum Totengrund oder zum Wilseder Berg und zurück.

Auf der Speisekarte des urigen Restaurants mit großem Außenbereich stehen Spezialitäten von der Heidschnucke, Fisch- und Fleischgerichte, Extra-Portionen für die kleinen Menschen und die, die schon länger leben. Die Kartoffeln stammen laut Speisekarte von „frei lebenden Bauern“, das Essen ist „gut gelaunt“ und wird vom „leckeren  Personal“ serviert.

Das bild zeigt das Gasthaus von innenNeben herzhaften Gerichten ist auch Kaffee und Kuchen im Angebot, beispielsweise vom Buchweizen. Der wird sogar auf einem Feld gegenüber angebaut, denn Buchweizen ist typisch für die Region; war indes lange Zeit in Vergessenheit geraten und wird seit einigen Jahren rekultiviert. Dafür gibt es wohl kaum einen passenderen Ort als Wilsede, schön wie ein Gemälde auf einer Postkarte und völlig aus der Zeit gefallen, nachgerade museal. Bis auf den August, da kommt Leben in die Bude, denn da blüht die Heide und steppt die Beere. Und die Heide zieht Gäste aus Nah und Fern an. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich ein Besuch in Wilsede und im Gasthaus „Zum Heidemuseum“ ansonsten nicht lohnen würde. Der Ort und die Gegend sind auch ohne blühende Heide schön und laden zu ausgiebigen Spaziergängen oder Wanderungen ein.

Barrierefreiheit:

Das Restaurant ist nicht barrierefrei, bis auf ein kleines Areal im Außenbereich. Für die kleinen Hürden zur Terrasse oder im Lokal ist eine mobile Rampe vorhanden.

Toiletten:

Das Restaurant verfügt über Toiletten, jedoch kein Behinderten-WC. Das liegt außerhalb des Gasthofs bei der öffentlichen Toilette Wilsedes.

Text und Fotos: Birgit Gärtner