Das Bild zeigt die Konterfeis Helmut Schmidt auf der zweiten Ebene des Terminals 2

Fuhlsbüttel – das Gate zur Welt

Das Bild zeigt einen Blick in die AbfertigungshalleIn Spitzenzeiten werden am Hamburger Flughafen im Stadtteil Fuhlsbüttel zwischen 50.000 und 60.000 Fluggäste gezählt. Täglich! Aufgrund der Corona-Krise sind es im Sommer 2020 in der Hauptreisezeit „nur“ rund 15.000 pro Tag. Was immer noch nach großer Menschenmenge klingt, bedeutet für den Airport eine ökonomische Krise, deren Ende im Juli 2020 nicht abzusehen ist. Selbst die Gastronomie ist aktuell stark reduziert. Allerdings ist trotzdem für einen Kaffee oder einen Snack zwischendurch gesorgt, Einkaufsmöglichkeiten bestehen ebenfalls. Aktuell weisen Schilder auf die notwendigen Schutzmaßnahmen aufgrund der Pandemie hin.

Der Kleine unter den Großen

Das Bild zeigt eine rote Hinweistafel mit weißer Schrift, auf der erklärt wird, welche Hygienemaßnahmen zu beachten sindMit etwa 17,23 Mio. Passagieren im Jahr 2018 war der älteste deutsche Airport die Numero 5 unter den deutschen Flughäfen hinter Frankfurt, Düsseldorf, München und Berlin. Das klingt in Zahlen übersetzt sehr imposant:

Gleichzeitig können 58 Flugzeuge abgefertigt werden. Die beiden sich kreuzenden Start- und Landebahnen lassen maximal 48 Starts und Landungen pro Stunde zu. Also fast minütlich startete oder landete in den vergangenen Jahren zur Hauptreisezeit ein Flugzeug in Fuhlsbüttel. Selbst der A 380 kann inzwischen dort abheben. München, Palma de Mallorca und Dubai führen die Listen der innerdeutschen, kontinentalen und interkontinentalen Flugverbindungen an.

Wechselvolle Geschichte

Das Bild zeigt eine historische schwarz-weiß Aufnahme von 1912, die Luftschiffhalle, ein Flugzeug, die "Rumpler Taube", und Menschen in entsprechender Kleidung auf dem Platz vor der LuftschiffhalleZwar ist der „Hamburg-Airport Helmut Schmidt“ nicht der größte, aber der älteste, noch an seinem ursprünglichen Standort befindliche Flughafen Deutschlands. 1912 wurde er als Luftschiffhafen in Betrieb genommen. Im ersten Weltkrieg wurde er ausschließlich von Zeppelinen des Militärs genutzt, 1919 wurde die erste Verbindung nach Berlin eingerichtet und ab 1920 nutzte die niederländische Fluglinie das Areal für Zwischenstopps. Laut einer vor 100 Jahren erstellten Statistik gab es 348 Starts und Landungen mit insgesamt 241 Fluggästen. 1929 entstand das erste Terminal, und schon Mitte der 1930er Jahre war der Flughafen mit der Strecke Hamburg, Belgrad, Athen, Rhodos, Damaskus und Bagdad Ausgangspunkt der damals längsten Flugroute der Welt. Zwangsarbeiter wurden während des zweiten Weltkriegs dafür eingesetzt, den Flughafen zu tarnen. Nach 1945 stand er unter britischer Kontrolle und erhielt den Namen „Hamburg Airport“ und ab Sommer 1946 wieder für zivile Zwecke genutzt. Am 1. Oktober 1950 wurde die Verwaltung des Flughafens zurück in deutsche Hände übergeben und im Jahre 1960 bekam Hamburg eine Jet-Verbindung nach Tokio.

Das Bild zeigt einen Blick auf das RollfeldWurden 1920 241 Fluggäste gezählt, so waren es 1937 bereits 57.194, 1960 935.213, 1970 3.138.467, 1980 4.558.939, 1990 6.861.255, 2000 9.949.269 und im Jahr 2005 wurde die 10-Mio.-Marke geknackt; starteten und landeten 1920 348 Flugzeuge, so waren es 1960 mehr als 53.000 und 1980 knapp über 100.000. Höchststand waren im Jahre 2007 173.500 Flugbewegungen (Quelle: Wikipedia).

Seit dem 10. November 2016 trägt der Hamburger Flughafen den Namen „Hamburg Airport Helmut Schmidt“ zu Ehren des in Barmbek geborenen und viele Jahre in Langenhorn ansässigen Altkanzlers. Schautafeln auf der zweiten Ebene erinnern an den Staatsmann, der überlebensgroß die Fluggäste im Terminal 2 anlacht.

Barrierefreiheit:

Das Bild zeigt einen Mitarbeiter am Schalter für Fluggäste mit eingeschränkter HörfähigkeitDer Hamburger Flughafen ist auf Fluggäste mit Mobilitätseinschränkungen eingestellt. Alle Ebenen sind mittels Fahrstuhl erreichbar. Fluggäste mit eingeschränkter Hörfähigkeit werden im „Hamburg Welcome Center“ an einem speziellen Schalter bedient. Die Akustik in den Abfertigungshallen ist jedoch schwierig, Induktionsschleifen z. B. an den Abfertigungsschaltern sind nicht vorhanden, ebenso wenig wie spezielle Markierungen für Fluggäste mit eingeschränkter Sehfähigkeit. Allerdings können alle Fluggäste ihren Bedürfnissen entsprechend im Vorfeld die benötigte Unterstützung anfordern. Auf der Webseite des Flughafens wird genau erklärt, wie das vonstattengeht. Die Betreuung für mobilitäts- oder sinneseingeschränkte Fluggäste übernehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom DRK.

Das Bild zeigt ien Hinweisschild zu den ToilettenDer Flughafen verfügt über eine sehr gute Anbindung zum öffentlichen Personennahverkehr und bietet allen, die mit dem eigenen Auto anreisen, gute Parkmöglichkeiten, auch als solche ausgezeichnete Behinderten-Parkplätze.

Toiletten:

Auf allen Ebenen befinden sich Toiletten inklusive Behinderten-WC.

Text: Birgit Gärtner

Fotos: Birgit Gärtner, mit Ausnahme der historischen Aufnahme von 1912, diese wurde uns freundlicherweise vom Airport Hamburg zur Verwendung für unsere Webseite zur Verfügung gestellt. Sie zeigt das Flugzeug „Rumpler Taube“ vor der Luftschiffhalle.