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Hamburger Hafen

Die Landungsbrücken und das Auf und Ab der Gezeiten

Ein Hamburg-Aufenthalt ohne einen Abstecher in den Hafen ist zwar möglich, aber sinnlos. Zunächst bietet sich ein Bummel über die St. Pauli-Landungsbrücken an.

Obwohl sie mit ihren zahlreichen Imbissbuden und anderen kleinen Gebäuden den Eindruck erwecken, auf festem Boden zu stehen, handelt es sich bei ihnen um Schwimmpontons, sodass sie sich mit der Tide um immerhin mehr als 3,50 Meter heben und senken. Das kann durchaus zu Problemen führen, denn bei Ebbe sind die Zugangsrampen, die sich an den Brücken 1, 3 und 10 befinden, sehr steil, was zu einem etwas mühseligen Auf- bzw. Abstieg führen kann. Abhilfe kann hier der Gezeitenkalender schaffen, der über die jeweiligen, schwankenden Uhrzeiten von Ebbe und Flut informiert. Ebenfalls an der Brücke 10 findet sich eine barrierefreie Toilette.

Hafenrundfahrten barrierefrei

Von den Landungsbrücken starten auch die meisten Hafenrundfahrten und es werden zahlreiche, unterschiedlichste Touren durch den drittgrößten europäischen Seehafen angeboten. Neben dem unvermeidlichen Seemannsgarn des nicht ganz zu Unrecht „He lücht“ („Er lügt“) genannten Barkassenführers gibt es eine Menge Information zum Hafen, seiner Geschichte und seiner aktuellen Entwicklung zu erfahren. Auch über die jeweils an den Anlegern vertäuten Schiffe unterschiedlichster Art wird man mit Wissenswertem versorgt.

 

Entlang der Landungsbrücken in den Morgenstunden - 11. Februar 2021
Bilder: © Barrierefreies Hamburg (RGB 2021)

 

Gleich mehrere Reedereien verfügen über Schiffe mit barrierefreiem Zugang und rollstuhlgerechten Sanitäranlagen (z.B. nahezu alle Schiffe der Reederei „Rainer Abicht„), sodass auch in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen nicht auf dieses Vergnügen verzichten müssen.

Ab Mai 2018 werden von „Barkassen- Meyer“ in Kooperation mit dem Dialoghaus Hamburg, das auch die erfolgreichen Ausstellungen Dialog im Dunkeln und Dialog im Stillen organisiert, wieder Hafenrundfahrten für Gehörlose durchgeführt. Neben Touren für Hörende und Gehörlose wird es auch reine „Rundfahrten im Stillen“ geben. Rollstuhlgerecht sind die eingesetzten Barkassen aber leider nicht.

Die HADAG-Flotte

Eine preiswerte Alternative zu den Hafenrundfahrten bieten die Schiffe der HADAG Seetouristik und Fährdienst AG, die den gesamten Fährverkehr im Hamburger Hafen im Liniendienst betreibt. Auf acht Linien lässt sich das gesamte Hafengebiet mit einer HVV-Fahrkarte erkunden.Die Anlegerpontons sind über Rampen zu erreichen, wobei der Neigungswinkel der Rampen wie erwähnt je nach Wasserstand schwankt. Eine Ausnahme bilden die Anleger Steinwerder, Cranz und Neuenfelde, die nur über Treppen zu erreichen sind.

Auch auf die Fähren selbst gelangt man vom Ponton aus über eine Rampe, die meist eingesetzten moderneren Schiffe (wegen ihrer Form „Bügeleisen“ genannt) verfügen über eine rollstuhlgerechte Toilette sowie über eine Gegensprechanlage, die den Fahrgastraum mit dem Schiffsführer verbindet.

Damit bieten auch die Hafenfähren eine gute Möglichkeit, Zugang zum Hafen zu finden.

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