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Loki-Schmidt-Garten

Rundgang mit Tastgarten und Alpinmium

Ein Park, der vielen nicht so bewusst ist und doch hat der Loki Schmidt-Garten ein enormes Angebot an Bereichen. Muss man besucht haben!

 

Rundgang Loki Schmidt Garten

 

Es ist nicht das, was man erwartet, aber zumindest irgendwie beruhigend: das Erste, was man beim Eintritt in den Loki-Schmidt-Garten in Osdorf sieht. Und das sind nicht etwa Blumen, sondern die öffentlichen sowie eine behindertengerechte Toilette. Der Euroschlüssel ist in der Pförtnerloge erhältlich. Lobend zu erwähnen ist, dass der Innenvorplatz ist mit Blindenfliesen (Bodenindikator), einer Informationstafel sowie einer guten Ausschilderung versehen ist. Etwas langgezogen ist der Rundweg Richtung Grüner Schule, zusätzlich mit leichter Steigung. Der Nutzgarten kann rundherum befahren werden (asphaltierter Außenweg), mit diversen Abzweigungen (Sandwege). Vom Rundweg geht linker Hand ein kleiner asphaltierter Weg in Richtung Gräsergarten (nur 2/3 der Strecke sind befahrbar). Die kleinen Innenwege sind nicht rollstuhlgerecht – schmaler, unebener Fliesenweg.

Ein Rundweg führt weiter in Richtung Grüner Schule zu den Giftpflanzen. Dieser Bereich ist nur von außen befahrbar und zu betrachten, der Innenbereich besteht aus schmalen Sandwegen und Stufen. Den Giftpflanzen gegenüber befindet sich die Grüne Schule mit schmalen, zum Teil befahrbaren Innenwegen.

In Richtung Pyramiden ist der Rundweg gut zu befahren. Die Pyramiden sind mit zwei Eingängen versehen. Ein Übergang vom Sandweg in die Pyramide ist gut zu bewältigen, die Bilder hängen allerdings zu hoch (beginnen in ca. 140 cm Höhe).

Rechter Hand der Pyramiden befindet sich der Wüstenpfad, der obere Randbereich ist nur für Fußgänger passierbar. Links geht ein kleiner Seitenweg ab in Richtung „Entwicklung der Gartenrosen“, zu betrachten nur vom Rundweg aus. Schmal angelegt und zudem mit Kopfsteinpflaster versehen ist der Innenbereich. Zusätzlich kommen erschwerend Stufen hinzu. Aufgrund des Kopfsteinpflasters ist der Rundweg zum Gesteinsgarten schwer befahrbar.

Der asphaltierte Rundweg geht in den Bereich „Süd- und Nordamerika“ über, auch hier ist dieser Weg zum Teil mit leichter Steigung und Zwischensielen sowie Kopfsteinpflaster versehen. Hinweis- bzw. Erläuterungsschilder sind zu beiden Seiten in Hüfthöhe angebracht und daher gut lesbar.

Der Japangarten ist leider nur von außen befahrbar. Alle Innenwege sind mit Stufen und unebenen Fliesen versehen. Auch der Chinesische Pavillon ist nicht befahrbar, da auch dieser Bereich nur über Stufen und unebene Fliesen und Pfade zu erreichen ist. Man kann jedoch auch aus einer gewissen Distanz einen schönen Ausblick erhalten. Nahe dem Chinesischen Pavillon und der kleinen Blockhütte befindet sich das sehr sehenswerte Alpinium. Hier ist eine Begleitung vielleicht empfehlenswert, da der Zugang zum Teil nur über Holzstege möglich ist und bei Regennässe Rutschgefahr bestehen kann.

Der Apothekergarten ist über 2 Stufen erreichbar und grenzt an den niederdeutschen Bauerngarten. Letzterer ist nur über teilweise Kopfsteinpflasterung und leichte Schräge zu erreichen. Das Staudental ist von seiner Gestaltung und Vielfalt her sehr interessant. Ringsherum ist bedauerlicherweise nur ein schmaler, kopfsteingepflasterter, 150 cm breiter Weg, daher ist unbedingt eine Begleitung erforderlich! Rings um das Rollgewächshaus ist der Platz kopfsteingepflastert. In der Nähe des Rollgewächs- und Kakteenhauses (auch von außen einsehbar) befindet sich das Café Palme.

Weiter geht es zum Amphitheater (zu erreichen über leichte Schräge bzw. Stufen). Der angrenzende Bibelgarten ist gut befahrbar. Die Beschilderung der Pflanzen ist in Hüfthöhe angebracht.

Der Duft- und Tastgarten ist partiell über Stufen sowie einen breiten und leicht ansteigenden Weg zu erreichen.

Der Tastgarten ist mit breiten Fliesenwegen und strukturierten Leitstreifen sowie einem Relief-Plan ausgestattet. Die Beschilderung der Pflanzen befindet sich in Hüfthöhe und zum Teil auch in Brailleschrift. Verschiedene Duftkästen sind für RollstuhlfahrerInnen zu hoch angebracht.

Das Loki-Schmidt-Haus ist auch für RollstuhlfahrerInnen geeignet. Die breite Tür wird auf Wunsch, durch Klopfen an der Fensterscheibe, vom Personal geöffnet. Im Haus finden Ausstellungen (Programm) statt. Ein Fahrstuhl ist vorhanden. Am Ende des Botanischen Gartens befindet sich der Bambuswald, mit einem größtenteils gefliesten Rundweg.

Fazit

Allen Gästen dient der Loki-Schmidt-Garten als Ruhepol und Ort der Entspannung. Stufen, Unebenheiten, Kopfsteinpflaster, Sandwege und lang gezogene Steigungen lassen sich mithilfe einer Begleitperson überwinden, für trainierte RollstuhlfahrerInnen ist die Tour selbstständig zu bewältigen.

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