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Rödingsmarkt bis St. Pauli

Tour durch die Geschichte

Kennen Sie "Johann Wilhelm Bentz" oder den Elefanten "Anton"? Auf dieser Tour erfahren Sie, dass sich dahinter lange hamburgische Geschichte verbirgt.

 

Rundgang Roedingsmark - St. Pauli
Bilder & Grafik: BFHH (RGB)

 

Startpunkt: U-Bahn Rödingsmarkt, Cotton Club, Hummelbrunnen, Poolstraße, Pilatuspool, Peterstraße, Großneumarkt, Ziel: U-Bahn St. Pauli.

Wir beginnen die Tour am U-Bahnhof Rödingsmarkt und wenden uns nach links zur Heiligengeistbrücke, dann nach rechts in den Herrengraben und wieder nach links in den Alten Steinweg. Wir sind jetzt in der Neustadt, die im 17. Jahrhundert westlich der Alster entstand. Bis in die 30er Jahre wohnten hier die ärmeren Bevölkerungsschichten dichtgedrängt in Gängevierteln. Als Gängeviertel wurden in Hamburg die besonders eng mit Fachwerkhäusern bebauten Wohnquartiere bezeichnet. Die Wohnungen waren nur durch schmale Straßen, verwinkelte oder labyrinthartige Hinterhöfe, Torwege und die Gänge zwischen den Häusern zu erreichen. Wegen der unhaltbaren hygienischen Zustände beabsichtigte die Stadt, nach der Choleraepidemie des Jahres 1892 eine Sanierung der Gängeviertel durchzuführen.

An der Ecke Alter Steinweg – Steinwegpassage liegt der Cotton-Club, Hamburgs ältester Jazz-Keller. Wir folgen der Steinwegpassage, überqueren die Wexstraße und gelangen in die Brüderstraße, erbaut 1876, mit Häusern mit repräsentativen Putzfassaden.

Wir biegen rechts in die Straße Kohlhöfen ein, dann wieder rechts in den Rademachergang. Das Viertel um den Rademachergang, Breiten Gang und Kornträgergang entstand in den Jahren 1933-1937 als Sanierungsmaßnahme. Die Nationalsozialisten setzten die Pläne schnell um, galten diese Gebiete vorher doch als Hochburg der Kommunisten. Es entstanden breite Straßen mit viergeschossigen Backsteinbauten.

An der Ecke zum Breiten Gang steht der Hummelbrunnen, der an den Wasserträger Hans Hummel, bürgerlicher Name Johann Wilhelm Bentz, erinnert. Er soll von Kindern mit seinem Spitznamen „Hummel, Hummel“ geneckt worden sein und antwortete barsch mit „mors, mors“, was so viel wie „leckt mich doch am….“ bedeutet. So entstand der „Hamburger Gruß“.

Den Breiten Gang entlang biegen wir links in die Neustädter Straße und dann rechts in die Poolstraße ein. Der Begriff Pool, der in einigen Straßennamen erscheint, bedeutet Pfuhl, kleine Teiche, die beim Bau der Wallanlagen entstanden sind. Im Hof der Poolstraße 12-13 sind noch erkennbare Reste des zweiten jüdischen Tempels erhalten. Am Ende der Poolstraße biegen wir nach links in den Pilatuspool, flanieren entlang des Brahms Kontors mit der Skulptur des Elefanten „Anton“, folgen der Straße Hütten und biegen links in die Peterstraße ein.

Hier sehen wir Alt-Hamburger Bürgerhäuser, die in den Jahren 1967–1970 als Nachbauten entstanden sind. Im Haus Nummer 39 befindet sich das Johannes–Brahms-Museum und gleich nebenan das Telemann-Museum.

Wir biegen rechts in die Neanderstraße ein, danach links in den Neuen Steinweg und erreichen das Zentrum dieses Bereichs: den Großneumarkt. Rund um den Großneumarkt befinden sich etliche Kneipen und Restaurants. Mittwochs und samstags findet hier der Wochenmarkt statt. Eines der ältesten Hamburgs Häuser ist die Pelikan-Apotheke. Das Gebäude, dessen Fassade im Jugendstil erneuert wurde, ist 300 Jahre alt.

Über die Erste Brunnenstraße gelangen wir zur Ludwig-Erhard-Straße. Wir folgen dieser rechtsherum zum U-Bahnhof St. Pauli.
 

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