Das Bild zeigt einen blick auf die offene Küche inmitten des Marktes

Das Beste aus dem Norden unter einem Dach

Das Bild zeigt einen Blick auf den Markt; zu sehen sind Obst und Gemüse, eine Waage und Regale im HintergrundDie Hobenköök (Hafenküche) ist kein klassischer Wochenmarkt, sondern eine Markthalle mit einem breiten Angebot an Obst und Gemüse, Frischetheken für Fleisch, Fisch, Käse und Wurstwaren, abgepackte Lebensmittel, z. B. Essig und ÖL, Senf, Konserven, und – ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit – auch Unverpacktes, z. B. Getreide und Nüsse.

Der Schwerpunkt bei den Lebensmitteln liegt auf Regionalität und Saisonalität. So finden sich im Laden eine Menge alter Bekannter von den Wochenmärkten wieder: z. B. Kruses Hofmilch, Fleisch und Wurst von Das Bild zeigt einen Blick auf das Buffet; zu sehen sind Essig und Öl in Flaschen sowie Schüsseln mit verschiedenen Salatender  Bio-Fleischerei Fricke, Backwaren von der Bäckerei Bahde oder Obst und Gemüse vom Gut Wulksfelde. Nicht alle, aber viele Produkte, sind bio-zertifiziert. Merkmal aller angebotenen Lebensmittel und Getränke ist die hohe Qualität; z. B. die „Odefey-Hühner“, Geflügel von der Firma Odefey & Töchter, das sich dadurch auszeichnet, dass die Tiere in mobilen Ställen im Freien heranwachsen, mit etwa zehn Mal mehr Platz haben als in der Biolandwirtschaft vorgeschrieben, um dann direkt in der firmeneigenen Schlachterei verarbeitet zu werden.

In den Regalen des Marktes sind neben Senfpauli, Senf aus St. Pauli, „ohne künstliche Zusätze oder anderen Schietkram“, auch Produkte des Bonscheladen aus Ottensen und Gummibärchen aus dem Bären-TreffDas Bild zeigt Gläschen mit Senf Altona zu finden, Öl aus Mühlen aus dem Umland, oder auch Selbstgemachtes vom Biohof Ottilie im Alten Land. Bezogen werden die Lebensmittel direkt von den Erzeugern und Produzentinnen. Diese stellen sich beim „Hoben-Schnack“ den Fragen der Kundinnen und Kunden.

Herzstück der „Hobenköök“ ist das Restaurant mit der offenen Küche. Ein echter Hingucker, verarbeitet werden dort ausschließlich Produkte aus dem Markt. Das gibt es ganz zünftig „Middach“ statt „Mittagstisch“ und „Wien utte Buddel“. Gekocht wird täglich frisch und neu, mit dem was im Markt zu finden ist. Mittags werden jeweils ein Fleisch-, ein Fisch- und ein vegetarisch/veganes Gericht angeboten.

Das Bild zeigt einen Teller mit Hähnchen, Gemüse, Kartoffeln, Tomatensoße und HähnchenbrustDie Küche ist bodenständig und gut, ohne Schnick und ohne Schnack: Knackiges Gemüse, frischer Fisch, saftiges Fleisch, fruchtige Soßen oder herzhafte Dips. Einfache Tellersprache: Keine bunten Pünktchen, keine Hippen, kein Kartoffelschäumchen, kein „Moos“bett, kein Parmesan-Cracker, kein Karamell-Gitter, die Qualität ist der Star bei jedem Gericht.  In den Regalen und Gemüsekisten des Marktes steht und liegt Hochwertiges aus dem Norden. Diese Frische wird sehr schmackhaft direkt auf den Teller transportiert, die Portionen sind ausreichend, die Preise der Qualität und dem Ambiente angemessen.

Von 14:30 -17:30h gibt es die „Brodtied“ mit einer „Lütten Speisekaart“, danach die Abendkarte mit „Abendbrot ut de Markt“, ebenfalls Produkt dessen, was aktuell vorrätig ist und mit und ohne Fleisch. Allein schon das täglich zweifache Überraschungsmenü ist einen Besuch in der Hobenköök wert, die Produkte aus kleinen regionalen Manufakturen laden zum stöbern ein – und verleiten zum kaufen – Das Bild zeigt einen Blick auf den Markt; zu sehen sind ein Holzfass, Regale und im Hintergrund die KasseKaffee, Wein und Bier sind von ebenso hoher Qualität wie das Essen.

Die Hobenköök hat sich „Slow Food Hamburg“ sowie „Nahtürlich“ angeschlossen, einer Initiative aus Bäuerinnen, Gärtnern, Händlern und Köchinnen, um die ländlichen Räume und Kulturlandschaften Norddeutschlands als „Genussregion Nord“ köstlich erlebbar zu machen. Dabei setzen die Beteiligten auf Frische, Regionalität und Saisonalität.

Das Bild zeigt die Waage, Apfelsaft und verschiedene Sorten Öl in FlaschenAuch für den kulturellen Genuss ist gesorgt: Bei „Musik und Stulle“ geben junge Hamburger Sing- und Songwriter „Konzerte mit Geschmack“, zu denen belegte Brote serviert werden.  Der kulinarische und musikalische Genuss wird gekrönt von der Möglichkeit, bis 23h einkaufen zu können. Lediglich die Frischetheken schließen um 20h.

Der Markt ist tatsächlich in einer ausgedienten Lagerhalle untergebracht, der Oberhafen diente viele Jahre als Lager- und Logistikzentrum. Das verleiht der Hobenköök einen coolen Industrial Style, der durch die Holzregale und -kisten gebrochen wird, die der Halle einen ursprünglichen,  maritimen Touch verleihen. Ein tolles Konzept, wie maßgeschneidert für den Oberhafen, das neue, aufstrebende Kreativquartier in Hamburg.

Barrierefreiheit:

Das Bild zeigt die Rampe zum MarktDie Hobenköök ist eingeschränkt barrierefrei zugänglich. Zum Eingang führt eine Rampe, allerdings mit einer ziemlichen Steigung. Die Eingangstür öffnet nicht automatisch. Eine zweite Rampe zu den WCs ist weniger steil und führt am Seiteneingang vorbei, auch die Tür öffnet nicht automatisch und geht nach außen auf.

Auf Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten reagiert das sehr freundliche Personal überaus professionell , ohne zu murren wird in der Küche nach den Zutaten der Gerichte gefragt und es werden – sofern das möglich ist – Alternativen für die subjektiv problematischen Zutaten angeboten.

Das bild zeigt die rampe zu den ToilettenToiletten:

Nicht direkt im, aber neben dem Laden, befinden sich öffentlich zugängliche Toiletten inklusive Behinderten-WC.

Text und Fotos: Birgit Gärtner