Das Bild zeigt den großen Sall der Laeiszhalle während eines Konzerts. Der Raum ist inwarmes, gelbes Licht getaucht, auf der Bühne sitzen Musikerinnen und Musiker mit ihren Instrumenten und auf den Rängen das Publikum

Eine der bedeutendsten Musikhallen in Europa

Das Bild zeigt das Foyer der Laeiszhalle; zu sehen sind gedeckte Stehtische und eine Wand mit einer hohen FensterfrontWas hat Pumpernickel mit der Laeiszhalle zu tun? Gar nichts, werden Sie jetzt denken. Im Grunde stimmt das auch, doch „Pumpernickel“ steht in diesem Falle nicht für das dunkle, westfälische Brot, sondern für „Heinrich Pumpernickel“ oder „Mr. Pumpernickel“: So nannte sich Allround-Talent Chris Howland, der nach dem Krieg in der Laeiszhalle seine Karriere als Discjockey begann. Damals nannte er es tatsächlich noch „Schallplattenreiter“, weil englische Begriffe dem Publikum nicht zugemutet werden sollten. Auch, dass er bevorzugt englisch-sprachige Musik spielte, war ein Novum.

„Pumpernickel“ steht sozusagen für die wechselvolle Geschichte einer der bedeutendsten Musikhallen Europas. 1908 wurde sie als „Laeiszhalle“ in Betrieb genommen, weil der Reeder Carl Heinrich Laeisz in Das Bild zeigt die Garderobe; zu sehen ist ist Raum mit einer gewölbten Decke, rotem Teppich und warmem Licht, die Garderobe, die Garderobiere und Beuscherinnen und Besucher auf dem Gangseinem Testament verfügt hatte, 1,2 Mio. Mark für den Bau „einer würdigen Stätte für die Ausübung und den Genuss edler und ernster Musik“ zu investieren. 1951 wurde die Orgel erbaut. Heute hat das Haus hat zwei Säle, einen großen mit 2025 Sitzplätzen und einen kleinen mit 640 Sitzplätzen.

Das Haus steht für große Namen

Von Anfang an war das Haus mit großen Namen wie Richard Strauss, Sergej Prokofjew, Igor Strawinsky oder Paul Hindemith verbunden. Der berühmte Yehudi Menuhin gab 1930 ein Konzert.

Wenig später wurde die „Laeiszhalle“ von den Nazis in „Musikhalle“ umbenannt. Erst 2005 bekam sie ihren ursprünglichen Namen offiziell zurück.

Nachdem Krieg nutzten die Briten die Räume vorübergehend als Funkhaus für ihren Militärsender „BFN“, so kam „Mr. Pumpernickel“ ins Spiel, der 1948 Chefsprecher und Chef der Musikabteilung beim „BFN“ wurde. Später verließ der Moderator der Sendung „Musik aus Studio B“ jedoch Hamburg, tauschte Elbe gegen Rhein und wechselte zum WDR.

Das Bild zeigt das Young Classic Orchster, junge Musikerinnen und Musiker auf der BühneNeben dem Hausorchester, den „Symphonikern Hamburg“ gegen sich auch heute noch in der Laeiszhalle große Stars wie Vicky Leandros, Max Herre, Max Mutzke oder Helge Schneider die Ehre. Neben vielen Konzerten beinhaltet das Programm indes auch Angebote zum Mitmachen, z. B. den Workshop für Kinder ab 4 Jahre „Instrumentenwelt: Klassiko Orchesterinstrumente“. Wer einen Blick ins Programm auf der Homepage des Hauses wirft, wird schnell feststellen, dass für jeden Geschmack was dabei ist. Doch ein Besuch lohnt sich schon allein wegen des phantastischen Klangerlebnisses – unabhängig davon, wer auf der Bühne steht. Die Laeiszhalle zählt nicht umsonst zu den ganz Großen in Europa.

Barrierefreiheit:

Die Laeiszhalle ist in Punkto Barrierefreiheit sehr gut aufgestellt. Umfassende Informationen zur Barrierefreiheit der Laeiszhalle finden Sie auf der Webseite der Elbphilharmonie.

Text: Birgit Gärtner; die Fotos von Marcus Krüger, Maxim Schulz und Thies Rätzke wurden uns von der Laeiszhalle zur Verfügung gestellt.