Das Bild zeigt das Kulturzentrum Fabrik in Ottensen von außen mit dem Schild Marktzeit

Auf gute Nachbarschaft

Das Bild zeigt einen Blick auf den Markt von der Galerie im 1. Stock ausEigentlich war es der Hang zur Gemütlichkeit, der die Geschwister Marie und Max auf die Idee der „Marktzeit“ brachte: Ausschlafen und dann entspannt mit der Familie oder Bekannten bei einem guten Frühstück in den Tag starten, den Wochenendeinkauf möglichst ebenso entspannt erledigen und ohne viel Aufhebens Nützliches – die Grundversorgung – mit dem Angenehmen – stöbern und staunen – verbinden. Möglichst alles unter einem Dach, und ein wenig Kultur nebenher wäre auch nicht schlecht.

Das Bild zeigt ein Frühstückskörbchen und TulpenUnmöglich? Nein, in New York und Melbourne ist das Konzept „Neighbourhood Markets“ (Nachbarschaftsmärkte) schon lange fester Bestandteil der Food-Szene. Die Geschwister suchten einen Platz, an dem sich dieses Konzept auch in Hamburg umsetzen ließ – und fanden das Kulturzentrum „Fabrik“ in Ottensen.

Dort geben sich seit geraumer Weile an jedem ersten Samstag im Monat Landwirte, Kunsthandwerkerinnen, kleine Manufakturen, regionale Produzenten und Künstlerinnen ein Stelldichein.

Das Bild zeigt einen Händler, der Oliven verkauftAm Start sind neben Ratsherrn, dem „Hamburger Original“, die Elbbiene, Honig aus der Region, der Eisladen, „handgemachtes Glück aus Ottensen“, Frau Frucht & Herr Gemüse, Fruchtaufstriche aus den „Naturoasen in den norddeutschen Knicks“, der Obsthof Tamke aus dem Alten Land, Wood & Nails, Möbel und Wohnaccessoires aus alten Bauhölzern, Ten Plates Catering, Leckereien mit südafrikanischem Pfiff, und vieles mehr. Kurzum: „Ein Markt der geschaffen ist für kleine individuelle Manufakturen, die sich fern ab von Massenwaren und Konsum positionieren“, wie auf der Webseite der Marktzeit zu lesen ist, „eine Plattform für Startups, Kreative, Musiker und Künstler und findet mit wechselndem Programm statt.“

Das Bild zeigt verschiedene Gemüsesorten; zu sehen sind Kohlrabi, Porree, Paprika, Kürbis, Rotkohl, Wirsing, Zwiebeln, Auberginen, Rosenkohl und Sellerie, Die Geschwister setzen bei der „Nachbarschaft“ auf Produzentinnen und Erzeugern auf Produkte direkt von vor der Haustür, kulinarische Hamburgensien, Traditionsmarken und der Region. Damit wollen sie Gäste – nicht nur aus Ottensen – anlocken.  Das Beste an dem Konzept Indoor-Market: Das berühmte Hamburger Schietwetter kann den Gästen schietegal sein.

Barrierefreiheit:

Die Fabrik ist barrierefrei zugänglich, innen gibt es einen Fahrstuhl um auch oben auf die Galerie zu kommen.

Toiletten:

In der Fabrik befinden sich Toiletten, inklusive Behinderten-WC.

Text: Birgit Gärtner, Fotos: Julia Aßmann.