Werbefoto zu dem Film Uferfrauen in schwarz-weißSommernachtskino im Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte

Ein Gemeinschaftsprojekt des Museums für Hamburgische Geschichte und der Hamburger Programmkinos: Metropolis Kino, 3001 und B-Movie

Vom 7. August bis 4. September 2020

im August freitags & samstags ab 21.30 Uhr, Einlass ab 20.30 Uhr

im September donnerstags & freitags ab 21.00 Uhr, Einlass ab 20.00 Uhr

Ort:

Museum für Hamburgische Geschichte, Holstenwall 24

Zugang zum Innenhof durch den Museumseingang (barrierefrei, Behinderten-WC vorhanden)

Eintritt:

9 € / 6 € ermäßigt

Stummfilmkonzerte:

12 € / 10 € ermäßigt

Kartenverkauf:

Ab dem 24. Juli online über www.metropoliskino.de oder über das Metropolis Kino täglich 17.30 Uhr bis 21.00 Uhr, Kleine Theaterstraße 10

Freie Platzwahl mit Sitzplatzvergabe vor Ort.

Für Menschen mit Mobilitätsbehinderung steht ein Fahrstuhl bereit.

Es wird bei jedem Wetter gespielt – der Innenhof ist überdacht!

Das Mitbringen von Speisen und Getränken sowie Rauchen ist nicht gestattet.

Mobile Filmvorführung: Filmprojektion Mondt

Gastronomisches Angebot: Bar und Restaurant Bastion

Programm:

Freitag, 21. August 2020

Beginn 21.30 Uhr, Einlass ab 20.30 Uhr

FILMPROGRAMM – ERINNERUNG ALS WIDERSTAND

Die Regisseurinnen Diana Sánchez und Tatiana Calasans sind an dem Abend zu Gast.

Freitag, 28. August 2020 

Beginn 21.30 Uhr, Einlass ab 20.30 Uhr

Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR

Werbefoto zu dem Film UferfrauenD 2019, 115 Min., Dokumentarfilm, Regie: Barbara Wallbraun

Preview vor dem bundesweiten Kinostart.

Barbara Wallbraun ist als Gast angefragt.

Barbara Wallbraun dokumentiert in ihrem Film das Leben und Lieben lesbischer Frauen und rückt damit Homosexualität in der DDR in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Christina aus Berlin, Carola aus Dresden, Pat aus Mecklenburg-Vorpommern, Elke, Sabine und Gisela aus Sachsen-Anhalt. Sie alle berichten von den Schwierigkeiten ihres Kampfes um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung sowie Konflikten mit der SED und dem Gesetz. Mal traurig, mal fröhlich zeichnet dieses Zeitzeugnis ein Bild ihres Alltags zwischen kalten Wassern und rettenden Ufern. Sechs Leben, vor und nach der Wende, lassen ein Stück (ost)deutscher Geschichte lebendig werden. Uferfrauen wirft nicht nur einen Blick zurück, sondern rückt auch den Ist-Zustand einer marginalisierten Gruppe in den Fokus, deren Kampf um Gleichstellung sich bis heute fortsetzt.

 

Samstag, 29. August 2020 

Beginn 21.30 Uhr, Einlass ab 20.30 Uhr

Hedwig and the Angry Inch

Werbefoto zum Film Hedwig and the Angry InchUSA 2001, 90 Min., engl. OV, Regie: John Cameron Mitchell

Erzählt wird die Lebensgeschichte von Hedwig, die als Rock-and-Roll Drag-Queen durch Amerika reist, ursprünglich aber als Hansel in Ost-Berlin geboren wurde. Anhand von mehreren bizarren Ereignissen wird die Verwandlung von Hansel in Hedwig beschrieben und dabei auch der Umstand, dass bei der „Geschlechtsumwandlung“ etwas daneben ging, und Hansel/Hedwig statt eines Geschlechtsorgans nur noch der „Angry Inch“ blieb. Die Adaption des Off-Broadway-Musicals zelebriert auf wunderbare Weise den Glam-Rock der 70er, ein spektakuläres Plädoyer, das glanzvoll und mitreißend für die Vielfalt der Geschlechter und der Liebe plädiert. John Cameron Mitchell (Shortbus) schrieb das Musical, die Musik stammte von Stephen Trask, beide machten danach den Film, in dem Mitchell auch die Hauptrolle spielte. Die Veranstaltung  wird präsentiert von der Q-Movie Bar. Die Q’s zeigen einmal im Monat im B-Movie einen ausgewählten Film: schwul, trans, lesbisch – polygendered. Für alle, die im hetero- und homonormativen Mainstream nicht auf ihre Kosten kommen.

 

Donnerstag, 3. September 2020

Beginn 21 Uhr, Einlass ab 20 Uhr

Children of Men

Werbefoto zum Film Children of MenUSA 2006, 110 Min., engl. OV mit deutschen Untertiteln

Regie: Alfonso Cuarón, mit Clive Owen, Juliane Moore, Claire-Hope Ashitey

Im Jahr 2027 hat eine Seuche dafür gesorgt, dass seit 18 Jahren kein einziges Kind geboren wurde. Die Welt ist in Chaos und Bürgerkrieg versunken, Großbritannien ist der einzig verbliebene funktionierende Sozialstaat. Migration wird strikt kontrolliert und verfolgt, während unter der Oberfläche des totalitären Polizeistaats ein heimlicher Aufstand tobt. In dieser Situation wird der zynische Alkoholiker Theo, der für die Regierung arbeitet, von seiner Vergangenheit als Hausbesetzer und Widerstandskämpfer eingeholt: Seine Exfrau Julian beauftragt ihn, die schwangere Migrantin Kee in Sicherheit zu bringen. – Children of Men ist eine Dystopie mit erschreckenden Parallelen zu unserer Wirklichkeit, der Film stellt Themen wie Rassismus und staatliche Kontrolle spielerisch zur Diskussion. Er zeigt Schrecken, aber auch Hoffnung und zieht eine Linie durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die im Setting des Museums für Hamburgische Geschichte besonders zur Geltung kommen.

 

Freitag, 4. September 2020 

Beginn 21 Uhr, Einlass ab 20 Uhr

Die Carmen von St. Pauli

Werbefoto zum Film Die Carmen von St. PauliD 1929, 120 Min., Regie: Erich Waschneck, mit Jenny Jugo, Willy Fritsch, Fritz Rasp

Stummfilmkonzert mit der Akkordeonistin Natalie Böttcher

Der pflichtbewusste Steuermann Klaus Brandt verfällt in einer schummrigen Hamburger Hafenkneipe der Tänzerin Jenny Hummel . Daraufhin vernachlässigt er nicht nur seinen Dienst, sondern wird auch noch in die kriminellen Machenschaften einer Schmugglerbande hineingezogen. »Star-Kino« vor dem Hintergrund einer authentischen Arbeitswelt: Unter Verwendung von zahlreichen Hafenansichten implementiert »Die Carmen von St. Pauli« den mythischen Nimbus einer »Seeräuber-Jenny«, das leichte Mädchen unter schweren Jungs, in einer vermeintlichen Alltagsszenerie. Die fantastischen Außenaufnahmen und Kamerafahrten verleihen dem Film geradezu neorealistische Züge. »Die Carmen von St. Pauli« wird live begleitet von der Akkordeonistin Natalie Böttcher. Die gebürtige Russin, die ihre Ausbildung an der Mussorgsky Musikhochschule in St. Petersburg absolvierte und seit Ende der 90er-Jahre in Hamburg lebt, ist bekannt durch ihre Auftritte und Zusammenarbeit u.a. mit dem Giora Feidman Trio oder bei der Show „Balagan“ sowie durch die Begleitung der szenischen Lesung von Jens Wawrczeck (DIE DREI ???) in den Hamburger Kammerspielen.

 

Die beteiligten Hamburger Programmkinos:

Seit 29 Jahren ist das 3001 KINO ein fester Bestandteil des Schanzenviertels. Mit unseren 91 Sitzplätzen und, wie man munkelt, einem sehr guten Raum-/Leinwandverhältnis, versuchen wir den Menschen dieser Stadt einen Raum zu geben, um Filmkunst zu erleben. Man findet uns im Schanzenhof, mittendrin und doch versteckt. Wir zeigen überwiegend europäische Spiel- und Dokumentarfilme, auch kleine Produktionen, die ohne Förderung und großen Werbeetat auskommen müssen. Mit unseren zahlreichen Filmreihen und Festivals reisen wir durch alle Kontinente. Ein Schwerpunkt sind Filme aus Spanien und Lateinamerika. Fast alle Filme werden in der Originalfassung mit Untertiteln gezeigt, immer montags gibt es Filme mit englischen Untertiteln.

www.3001-kino.de

Das B-Movie ist ein kleines, ehrenamtlich betriebenes Kino auf St. Pauli mit 62 Plätzen. Wir zeigen thematische Filmreihen, Experimentelles, Trashiges und Skurriles. Wir projizieren digitales und analoges Filmmaterial, so dass ihr hier auch immer noch den 35mm-Projektor rattern hört. Außerdem kooperieren wir mit dem Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli, dem Kinotreff für Gehörlose, Schwerhörige und Hörende, der Q-Movie Bar, der Hörbar für Liebhaber experimenteller Musik und vielen Filmfestivals.

www.b-movie.de

Das Metropolis Kino liegt im Herzen der Hamburger City. In drei bis vier täglichen Vorstellungen werden neben Filmvorführungen auch Musikperformances, Lesungen, Filmgespräche und Vortragsreihen zu verschiedenen Thematiken angeboten. Das Metropolis Kino präsentiert als kommunales Kino Spiel-, Dokumentar- und Experimental-filme von der kinematographischen Rarität über Klassiker der Filmgeschichte und umfangreichen Retrospektiven von Einzelpersonen bis hin zu aktuellen europäischen und internationalen Produktionen.

www.metropoliskino.de

Text und Fotos wurden uns vom Museum für Hamburgische Geschichte zur Verfügung gestellt.