Das Bild zeigt einen schwarz-grundigen Mund-Nasenschutz mit der Aufschrift watt mutt, datt mutt

Auf einmal stand alles still

Das Bild zeigt ienen Screenshot der Behörden-Webseite mit den Infos zu CoronaErinnern Sie sich noch? Am 17.3.2020 war alles vorbei. Das gesamte gesellschaftliche Leben wurde auf null gesetzt, Schulen und KiTas geschlossen, Betriebe dicht gemacht, wo es eben machbar war, wurde auf Homeoffice umgesattelt, Behörden, Geschäfte, Gaststätten und sämtliche Kulturbetriebe geschlossen. Wir alle mussten ein neues Wort lernen, das bis dahin nicht nur nicht zu unserem Sprachgebrauch gehörte, sondern dessen Bedeutung wir uns in unseren schlimmsten Albträumen nicht hätten ausmalen können: Lockdown. Quasi von jetzt auf gleich war alles dicht. Bis auf wenige Ausnahmen, denn sehr schnell lernten wir ein weiteres neues Wort, bzw. nahmen dieses in unseren aktiven Wortschatz auf: systemrelevant. Das bedeutete, dass nur Betriebe weiter arbeiten durften, die für die Gesellschaft unverzichtbar waren, ebenso durften nur noch Geschäfte öffnen, die die Grundversorgung der Bevölkerung garantierten. Einzelhandelsgeschäfte, aber auch Apotheken. Zunächst mit eingeschränkten Öffnungszeiten, später wurde der Arbeitsschutz außer Kraft gesetzt und 10-12 Stunden-Schichten im Einzelhandel eingeführt. Inzwischen hat sich das indes wieder normalisiert.

Die Folge davon waren die berühmten Hamsterkäufe, sehr bald gab es kein Klopapier mehr, Mehl und Nudeln waren ebenfalls ausverkauft. Noch Wochen später war keine Hefe mehr erhältlich, weder frische, noch Trockenhefe. Glücklicherweise wurde gastronomischen Betrieben relativ schnell gestattet, Speisen und Getränke außer Haus zu verkaufen, sonst hätten Kochbücher mit lauter Rezepten für die Zutaten Klopapier, Mehl, Nudeln und Hefe geschrieben werden müssen.

Das Bild zeigt den Eingang der Thalia-Buchhandlung Dieser Lockdown sollte zunächst einen Monat dauern, nach zwei Monaten war immer noch alles geschlossen, erst nach und nach kamen die ersten Lockerungen. Auch Geschäfte, die nicht zwingend zur Grundversorgung beitrugen, durften wieder öffnen, zunächst nur die kleineren, nach und nach auch die großen Kaufhäuser und Supermärkte. Inzwischen haben auch Restaurants wieder geöffnet, ebenso die Museen, Schulen und KiTas in eingeschränktem Rahmen, die ersten Theater nehmen vermutlich ab dem 1. Juli den Spielbetrieb wieder auf.

Die Behörden informieren auf dieser Webseite über aktuelle Änderungen und Lockerungen.

Es ist noch lange nicht vorbei

Das Bild zeigt ein Schild eines Grill-Imbisses mit der Bitte, Gutscheine zu erwerben, während der Zeit der Corona bedingten SchließungWer sich noch einmal etwa anderthalb Monat später, Ende Juni/Anfang Juli, die Vergnügungs-Hotspots in der Stadt anschaute, konnte sich das vermutlich schon gar nicht mehr vorstellen. Es wimmelte vor Menschen, alle auf einem Fleck, in aller Regel ohne Mundschutz. Doch der Lockdown ist noch nicht wirklich vorbei, Beschränkungen gelten nach wie vor, manche, wie beispielsweise Maskenpflicht, werden uns noch eine Weile begleiten. Auf unserer Webseite finden Sie Tipps, wie sie die Masken selbst anfertigen, oder wo sie durchsichtigen Mundschutz bekommen.

Uns allen verlangt die Pandemie, bzw. die Verhinderung der Ausbreitung des Corona-Virus, viel ab. Wer in der Geschäftswelt, z. B. dem Einzelhandel oder der Gastronomie, im Kulturbereich weiterhin bestehen möchte, muss viel Kreativität,  reichlich guten Willen und noch mehr Nervenstärke beweisen. Viele gastronomische Betriebe und kulturelle Einrichtungen gingen dazu über, Gutschein zu verkaufen, um so die Zeit der Schließung ökonomisch überstehen zu können.

Abstand an der Supermarkt-Kasse ist uns inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen, auch der Griff zum Einkaufskorb, wenn wir den Laden betreten. Einige Geschäfte bestehen auf die obligatorische Nutzung eines Einkaufswagens. Die Körbe und Einkaufswagen sind abgezählt und dienen dazu, ganz unaufgeregt den Einlass zu regeln. Wer keinen Korb oder Wagen mehr bekommt, muss warten, bis wieder einer frei wird. Diese werden in den meisten Fällen desinfiziert, Das bild zeigt die Aufforderung, einen Mund-Nasenschutz zu tragen im Busbevor sie wieder freigegeben werden. Mancherorts wurden Desinfektionsmittelpender installiert, so dass die Kundschaft sich im wahrsten Sinne des Wortes eigenhändig schützen kann. Einkaufswagen sollen zudem für einen Mindestabstand sorgen.

Überall ist Mund-Nasenschutz Pflicht, ebenso gebührend Abstand zu halten. Im Kassenbereich ist der mittlerweile fast immer markiert. In vielen Geschäften und Einkaufszentren sind Hin- und Rückweg genau ausgeschildert, größtenteils durch Band voneinander abgetrennt, und auch Ein- und Ausgang an den Türen markiert. Vielfach wurden die Markierungen inzwischen wieder entfernt, weil auch das sich mittlerweile eingespielt hat.

Nachdem Restaurants und Cafés sehr schnell dazu übergingen, „to go“ anzubieten, inzwischen ist auch „to stay“ wieder möglich. Wer sich jedoch  in einem Lokal niederlassen möchte, muss seine Kontaktdaten angeben. Wir sind der Frage nachgegangen, wie es dabei um den Datenschutz bestellt ist.

Das Bild zeigt die Absperrung im Bus, damit Busfahrerinnen und Busfahrer vor Ansteckung geschützt sind.Busse und Bahnen werden wieder voller. Die Zeiten, in denen jede Person eine eigene Sitzreihe für sich beanspruchen konnte, sind vorbei. Durch eine Absperrung sind die Busfahrerinnen und Busfahrer von den Fahrgästen getrennt, so dass sie vor Ansteckungsgefahr geschützt sind. Wir alle haben inzwischen gelernt, die HVV-App zu nutzen, da wir im Bus keine Fahrkarte mehr erwerben können

Ein großes Problem sind Toiletten. Nicht nur zu Zeiten von Corona-Beschränkungen, sondern grundsätzlich. Und auch nicht nur für Menschen mit Handicap. Die Mobilität vieler Menschen hängt davon ab, dass eine Toilette erreichbar ist. Wir haben uns für Sie auf die Suche nach dem stillen Örtchen gemacht und leider feststellen müssen, dass es für viele Menschen unerreichbare Örtchen sind.

Die Stadtreinigung Hamburg hat uns freundlicherweise eine Liste der öffentlichen Toiletten geschickt, die Sie auf unserer Webseite einsehen können.

Kreativer Umgang mit dem Unvermeidlichen

Das bild zeigt ienen Stand auf dem Wochenmarkt, an dem "snutenpullis", sprich Mund-Nasenschutz, verkauft werdenn Auf den Wochenmärkten hat sich der Umgang mit den Abstandsregeln und Hygienevorschriften sehr schnell eingespielt. Der Abstand direkt vor den Ständen wird vielfach markiert und die Beschäftigten achten darauf, dass die Kundschaft diesen einhält. Die „Snutenpullis“ haben bereits ihren festen Platz auf den Wochenmärkten.

Das ist vielleicht das sichtbarste – und kreativste – Zeichen dafür, wie schnell wir uns auf die Veränderungen eingestellt haben. Das Land und somit auch die Stadt sind noch im Pandemie-Modus, aber zunehmend wird das gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben reaktiviert. Die Uhren ticken anders, aber sie ticken. Die derzeit an vielen Orten entstehenden sogenannten Corona-Hotspots erinnern uns daran, dass das Eis sehr dünn ist, auf dem wir uns derzeit bewegen. Um trotzdem die Gefahr einer erneuten Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, wurde die Corona-Warn-App entwickelt. Sie soll dazu beitragen, festzustellen, ob wir in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können Infektionsketten schneller unterbrochen werden. Auf der Webseite der Bundesregierung sind Informationen zur Corona-Warn-App auch in einfacher und in Gebärdensprache abrufbar.

Wie Sie bei Grippe ähnlichen Krankheitssymptomen herausfinden können, ob Sie sich eventuell mit dem Virus Coved 19 infiziert haben, erfahren Sie auf der Webseite des Patientenservice. Dort ist erklärt, was Sie tun können – und was Sie auf gar keinen Fall tun sollten. Die Informationen sind auch in leicher und in Gebärdensprache abrufbar. In diesem Video wird das Virus in Gebärdensprache erklärt.

Mit dem „Snutenpulli“ klappt es vielleicht nicht mit dem Nachbarn, aber im Supermarkt, in den öffentlichen Verkehrsmitteln, im Museum und zunehmend auch in anderen kulturellen Das Bild zeigt die Scheibe eines Kindergartens mit gemalten Bildern und dem Schriftzug bleibt gesundEinrichtungen. Gastronomie funktioniert für uns definitiv nicht mit Mund-Nasenschutz, dafür nehmen es die dort Beschäftigten auf sich, mittels Maske sich und somit auch uns zu schützen. Abstand, Mund-Nasenschutz und Hygiene sind die verlässlichsten Mittel, um die Verbreitung des Corona-Virus wirksam zu verhindern. Halten wir uns besser daran.

Bitte bleiben Sie gesund.

Text und Fotos: Birgit Gärtner